4. Schweizerisches Continuum-Treffen

Ein kleiner See mit einem Wasserfall und einem Bach, eine tolle Feuerstelle, Vieles zu entdecken in der zauberhaften Natur des "Guggenlochs", bei Lütisburg im Kanton St. Gallen. Susan und Christian Müller waren einmal mehr die herzlichen Gastgeber für alle Freunde des Continuum. Mit Rucksack, Schlafsack und -mättchen bestückt - bei wärmstem Sonnenschein - trafen sich am Samstag, 19. Mai, 19 Erwachsene mit ihren 24 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und elf Jahren. Es dauerte nicht lange und die Kinder waren am Wasser, im Tipi-Zelt, am Feuer oder sonstwo in ihrem eigenen Spiel versunken. Währenddessen fanden wir "Grossen" uns in der anliegenden ehemaligen Sägerei, am herrlichen, reichhaltigen Buffet und bei süssem Most, um uns kennenzulernen oder früher geknüpfte Freundschaften aufzufrischen. Wohl die meisten hatten eine ganze Menge an Fragen mit hierher gebracht, die sie endlich mal mit "Gleichgesinnten" austauschen wollten (ein Jahr seit dem letzten Treffen kann - im Leben mit Kindern - ganz schön lang sein...).

"Wie machst Du das mit Deinem Kind und Süssigkeiten?"...."Sollte mein Kind vielleicht doch besser alleine schlafen?"..... "Wie setzt Ihr das Continuum in Eurem Alltag um?"... Fragen über Fragen, die in kleinen und grossen Runden rege besprochen wurden. Auf der Feuerstelle, die meist von einigen Kindern unterhalten wurde, kochten wir zum Abendessen einen schmackhaften Dinkel-Gemüse-Eintopf. Noch bis spät in die Nacht hinein sassen die Letzten ums Feuer, tauschten ihre Gedanken aus, sangen und lachten. Manche Familie schlief mit ihren Kindern im Freien oder im Tipi. Ein reich bestückter Büchertisch mit Fachliteratur und empfehlenswerten Kinder- und Märchenbüchern lud zum Innehalten und Stöbern ein. Am Sonntagmorgen, nach dem währschaften Frühstücksbuffet, trafen sich alle Interessierten unten am Bach, um noch brennende Fragen in die grosse Runde einzubringen. So konnten Eltern mit noch kleinen Kindern von den vielfältigen Erfahrungen verschiedenster TeilnehmerInnen profitieren. So verging die Zeit wie im Fluge. Wir alle konnten an diesem Wochenende wieder neue Kraft für den Umgang mit unseren Kindern tanken. Es tat gut zu spüren, dass wir nicht alleine sind mit unseren "Ideen". Und wenn wir die vielen zufriedenen Kinder sahen, wie sie sich - alleine oder miteinander - beschäftigten und selbständig und sicher ihren Weg gingen, so war uns dies wieder einmal Bestätigung genug, dass das Continuum einen berechtigten Platz in unserem Leben eingenommen hat. Eine Teilnehmerin, die über fünf Stunden mit ihrer Tochter im Auto aus Deutschland angereist war, hatte am Ende des Wochenendes "gestanden", dass sie insgeheim auch gekommen war, um sich einmal "das Produkt all dieser Bemühungen" anzuschauen und um zu prüfen, ob denn solche "Continuum-Kinder" tatsächlich anders herauskommen als Kinder, wie sie sie aus ihrer Nachbarschaft kennt......... Unseres Wissens hat die gesamte anwesende Kinderschar diese kritische Begutachtung bestanden! Für mich war es einmal mehr ein Treffen, das mein Herz berührte. Es ist schön, Gleichgesinnte zu treffen und zu sehen, dass ich auf dem für uns "richtigen" Weg bin mit meinem Kind. Es war für mich wie in einer grossen harmonischen Familie, mit dem Continuum als gemeinsame Basis.

Kirana Ricke (mit Ergänzungen von Monika Caluori-Daepp)

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